2020

25.09.2020: WACKERE SPITZEN - Satirisches von Kreisler bis Erhardt

Wacker geschlagen

Auf Einladung des Freundeskreises Badisches Malerdorf (FBM) präsentierten Martin Wacker und Michael Postweiler (Klavier) am 25. September ein äußerst unterhaltsames und musikalisch schwungvolles Programm in der Grötzinger Begegnungsstätte. Drei Autoren standen im Mittelpunkt des Abends: Georg Kreisler, Heinz Erhardt und Franz Hohler. Drei Legenden des musikalischen Kabaretts, die Wacker schon immer fasziniert und sein Bühnenprogramm geprägt haben.

Georg Kreislers berühmtes Lied vom „Tauben vergiften im Park“, das die Scheinheiligkeit der Wiener Gemütlichkeit entlarvt, trugen Wacker und Postweiler ebenso gekonnt vor wie die scheinbar harmlos fröhlichen Gedichte von Heinz Erhardt und Gruseliges von Franz Hohler. So wird die Ballade „Der Taucher“ von Friedrich Schiller bei Heinz Erhardt zum „Tauchenichts“, im Gegensatz zu Schiller, wo der Taucher umkommt, geht Erhardts Geschichte gut aus, „Knappersmann und Ritt“ bleiben unversehrt, weil sie sich verdrücken, ohne den Tauchgang zu wagen. Die Reize der Königstochter waren offenbar nicht ausreichend – „so liegt der Becher heute noch unten“.

Das Publikum in der Begegnungsstätte ging begeistert mit und verfolgte nicht nur die Texte, sondern auch die lustigen Interaktionen zwischen Wacker und seinem Begleiter am Klavier gespannt. Es amüsierte sich prächtig und gab sich erst nach zwei Zugaben zufrieden.

Nach Ende der Vorstellung gingen viele Besucher, auch die zwei Künstler, noch in die  direkt gegenüberliegende Galerie N6, und so klang, ein vom Freundeskreis gespendetes Glas Sekt in der Hand, im Rahmen der FBM-Ausstellung „Jahreszeiten“ der Abend aus.

Text: Jutta Leyendecker

   

01.02.2020: Besuch der Ausstellung "Van Gogh" in Frankfurt

 

Am Samstag, 01. Februar 2020, fuhr eine Gruppe kunstinteressierter Grötzinger und Grötzingerinnen auf Einladung des FBM mit dem Bus nach Frankfurt/Main, um die Ausstellung „Making Van Gogh, Geschichte einer deutschen Liebe“ im Städel-Museum zu besuchen.

 

Die Präsentation mit mehr als 120 Gemälden und Arbeiten auf Papier widmet sich der Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie der Bedeutung seiner Kunst für die Moderne in Deutschland.

Eine kompetente Führerin konnte uns nicht nur geschickt durch die großen Mengen der anwesenden Museumsbesucher „hindurchschleusen“, sondern uns auch die Intention der Ausstellungsmacher überzeugend näherbringen.