Finissage zur Ausstellung 6. April 2014

"Grötzinger Malerinnen und Maler - die vergangenen 30 Jahre"

Gut besucht war die Finissage der Ausstellung „Künstlerinnen  und Künstler in Grötzingen – die 2014040671-2.jpgvergangenen 30 Jahre“ am 6. April 2014. Zu Beginn des Podiumsgesprächs spannte die Moderatorin Simone Dietz den Faden von der Malerkolonie vor 125 Jahren zur heutigen Situation der Künstler in Grötzingen und stellte die Frage, ob das Thema Landschaft heute noch eine Rolle spiele. Darauf antwortete die Malerin Brigitte Nowatzke-Kraft, dass sie sich nach dem Studium durchaus damit beschäftigt hatte, nachdem sie aber aus der Stadt nach Grötzingen und sozusagen in die Landschaft gezogen war, richtete sie ihren Fokus auf abstrahierte, urbane Strukturen. Im Werk von Horst Leyendecker, der das ehemalige Atelierhaus von Otto Fikentscher bewohnt, kommen zwar immer noch Landschaften vor, diese besitzen jedoch teilweise abstrahierte Bildteile und stellen nicht unbedingt die nähere Umgebung dar.2014040674-1-kl.jpg
Dr. Kühlwein vertrat den „Freundeskreis Badisches Malerdorf Grötzingen“. Er wies nochmals auf die vorher schon von Frau Dietz genannte Unterscheidung zwischen Grötzinger Künstler und Künstler in Grötzingen hin und stellte das Bemühen des Vereins vor, professionelle bildende Künstler zu fördern und für Grötzingen zu gewinnen.
Sabine Classen, deren „Keramik-Atelier-Haus“ in unmittelbarer Nähe der Augustenburg liegt, betonte, dass sie ebenfalls Künstlerin in Grötzingen ist, aber durch ihre Aufenthalte im Ausland darüber hinaus tätig sei. Gleichwohl wünschte sie sich mehr Aufmerksamkeit durch die Grötzinger Bevölkerung.
Frau Steinhardt-Stauch, die die örtliche Kunstszene schon über längere Zeit journalistisch begleitet, wies auf die vorbildlichen Ausstellungsräume, in denen man sich gerade befand, hin und betonte, dass solche in Grötzingen nicht vorhanden wären. Alle Diskutanten bedauerten, dass die Einweihung des Kunsthauses Niddastraße 6 nicht zum Jubiläumsjahr an den Start gehen konnte. Um den Beinamen Malerdorf auch in der Öffentlichkeit mit Leben zu erfüllen, bedarf es adäquater Räumlichkeiten sowohl für die Kunst der Vergangenheit, als auch zeitgenössischer Positionen.
2014040696-2.jpgZum Schluss der Diskussion wurde auch das Publikum einbezogen. Einig war man sich in der Erwartung, dass diese und die noch folgenden Veranstaltungen über das Jahr der Feierlichkeiten hinaus nachhaltig wirken und die gewünschten Veränderungen durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

 
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